Bayern nimmt Kurs auf das Pokalfinale

Wenn die schlechteste Abwehr der Liga auf die beste Abwehr trifft, dann ist es Zeit für einen Klassiker. So trifft der Rekordmeister im Halbfinale des DFB-Pokals am morgigen Dienstag auf den sechsmaligen Pokalsieger SV Werder Bremen. Die Bremer kommen dabei mit Rückenwind aus dem vergangenen Bundesliga-Wochenende, doch die Favoritenrolle ist klar verteilt.

Pep Guardiola gab sich auf der Pressekonferenz in gewohnter Manier. Der Spanier rief zur Vorsicht auf, hält eine Niederlage der Münchener im eigenen Stadion aber für durchaus denkbar. Im Vorfeld der Partie sprach er von einem schweren Spiel und ist sich sicher, dass die Bremer in einem Spiel gegen den FC Bayern bestehen kann. „In einem Spiel ist alles möglich“, so Guardiola. Bremen hat derweil Selbstvertrauen tanken können, indem man am Wochenende den VfL Wolfsburg mit 3:2 besiegen konnte. Dennoch darf man wohl kein Offensiv-Feuerwerk des Tabellensechzehnten von der Weser erwarten, die beim letzten Aufeinandertreffen in München mit einer 5:0-Niederlage auf die Heimreise geschickt wurden.

Dass sich der Bayern-Coach aber gewohnt nüchtern gibt ist mittlerweile keine neue Erkenntnis mehr. Guardiola warnt im Grunde vor jeder Partie davor, dass der Gegner sehr stark sei. Recht hat Guardiola aber trotzdem, schließlich hat der Pokal bekanntlich seine eigenen Gesetze und Werder Bremen weiß definitiv wie DFB-Pokal geht, denn die Bremer reihen sich in der ewigen Siegerliste hinter den Münchenern auf Rang Zwei ein. Vielleicht erleben wir morgen also doch eine Sensation in der Allianz Arena, obgleich auch klar ist, dass hier jeder mit einem deutlichen Sieg der Bayern rechnet. Bremen fing sich in der laufenden Spielzeit immerhin schon 61 Gegentore und muss gegen Bundesliga-Krösus alles abrufen, um dort bestehen oder gar die Überraschung schaffen zu können.

Foto: Peter P. / Flickr (CC BY-NC-ND 2.0)

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