Ganz Berlin hat einen Traum

Vielleicht träumt nicht ganz Berlin von einem Finaleinzug, wenn man einmal die Eisernen von Union Berlin außen vor lässt, doch ansonsten sehnt sich eine ganze Stadt nach dem ersten Finale im eigenen Wohnzimmer.

Die Hertha ist nur noch einen Sieg vom großen Traum entfernt: das DFB-Pokalfinale im eigenen Stadion spielen zu dürfen. Noch nie zuvor war der Bundesligist diesem Ziel so nah wie jetzt. Pal Dardai lässt einen ganzen Klub träumen, der sich doch schon so lange danach sehnt. In der laufenden Spielzeit hatte die Hertha bei den Heimspielen trotz des hervorragenden Saisonverlaufs oft mit einem halbleeren Stadion zu kämpfen und gar einen Neubau in Betracht gezogen, welcher dann mit einer geringeren Kapazität entstehen könnte. Die Prioritäten in der Hauptstadt liegen aktuell ganz klar nicht beim Tabellenvierten. Doch am morgigen Mittwoch ist alles anders. Das Stadion wird mit 76.233 Zuschauern restlos ausverkauft sein und zwischen dem Marathontor wurde für die Gästefans aus Dortmund sogar eine Zusatztribüne errichtet. Beim Warmmachen wird es auf der Videowand Mutmacher und Videobotschaften der Fans geben. Seitens der Berliner Ultras darf eine gigantische Choreografie erwartet werden, die dabei alle Fans dazu aufrufen, schon eine Stunde vor Spielbeginn ihre Plätze im Olympiastadion einzunehmen, um die Mannschaft zu unterstützen.

Pal Dardai machte die Bedeutung des Spiels, auf das man so lange hingearbeitet hat, auf der Pressekonferenz deutlich und ließ verlauten, dass „die ganze Stadt und alle Spieler heiß“ seien. Der Gegner ist allerdings kein geringer als Borussia Dortmund. Die Borussia dürfte nach dem bitteren Ausscheiden in der Europa League mächtig Wut im Bauch haben, um wenigstens noch einen Titel in dieser Saison gewinnen zu können. Dabei können die Schwarz-Gelben auch auf Pierre-Emerick Aubameyang zählen, dessen Fußverletzung im Training keine schlimmeren Folgen mit sich trägt. Der Gabuner ist somit einsatzbereit und dürfte, genau wie alle anderen der 21 Spieler auf dem Platz, bis in die Haarspitzen motiviert sein. Vor dem Einzug in das Finale steht also beiden Teams noch eine große Herausforderung bevor.

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