Die Karriere von Bundestrainer Joachim Löw

Vor der FIFA Weltmeisterschaft 2018, hat Joachim Löw die Nationalmannschaft zur Spitze der FIFA-Weltrangliste geführt und Deutschland wird erwartet, einer der wichtigsten Herausforderer bei der diesjährigen Weltmeisterschaft in Russland zu sein. Als der Favorit die Gruppe F zu gewinnen, wird die Nationalmannschaft erwartet, Mexiko, Schweden und Südkorea als Teil ihrer Titelverteidigung zu schlagen.

Löw hofft, dass Stammtorhüter Manuel Neuer nach dem Fußbruch, den er im September 2017 erlitt, wieder in Form sein wird. Im schlechtesten Fall, ist Barcelonas Marc-Andre ter Stegen ein ausgezeichneter Ersatz für die Nationalmannschaft.  Die Nationalmannschaft ist der Favorit vor Brasilien im online sportwetten.

Der Bundestrainer Joachim Löw hat viel Erfolg in der internationalen Arena gehabt aber während seiner siebzehnjährigen Spielkarriere zeigte er keine Wirkung bei der Fußballwelt. Obwohl er keine Trophäe als Spieler gewann, wurde er im Laufe seiner drei Spielzeiten der Rekordtorschütze in der SC Freiburg-Geschichte, ein Rekord der bis heute besteht.

Löw spielte von 1978 bis 1995 als ein offensiver Mittelfeldspieler bei Freiburg, Stuttgart, Frankfurt, Karlsruher, Schaffhausen, Winterthur und Frauenfeld. Seine letzte Spielzeit bei Frauenfeld war der erste Schritt ins Management. Am Ende der 1994/95 Saison verließ er seine Spielertrainer-Rolle, um zurück nach Stuttgart zu kehren, wo er als Co-Trainer unter der Leitung von Rolf Fringer arbeitete.

Löw wurde Interims-Coach, als Fringer Cheftrainer für die schweizerische Nationalmannschaft wurde und wurde zum Cheftrainer bis Sommer 1998. In der 1995/96 Saison, führte Löw Stuttgart zum eindrucksvollen vierten Platz in der Bundesliga und in der folgenden Saison führte er der Verein zum Finale des UEFA-Europapokal der Pokalsiegers.  Aber Stuttgart verlor knapp gegen FC Chelsea und dieses Spiel war sein letztes bei Stuttgart.

Nachdem er Stuttgart verließ, wechselte Löw in die Türkei, wo er Fenerbahce trainierte. Jedoch war seine Spielzeit als Trainer ereignislos und er kehrte Oktober 1999 zurück, um einer seiner ehemaligen Vereine zu trainieren, Karlsruher SC. Leider konnte er seinen ehemaligen Verein nicht verbessern und wurde April 2001 mit einem Rekord von einem Sieg, sieben Unentschieden und zehn Niederlagen entlassen. Als er verließ war Karlsruher SC Tabellenletzter und stieg mit unverbesserten Leistungen ab.

Am Ende des Jahres 2000 kehrte er in die Türkei zurück, diesmal mit Adanaspor aber nochmal war seine Zeit als Trainer kurzlebig. Er verließ Adanaspor dreieinhalb Monate später mit keinen Siegen. Seine Glücksfälle änderte sich, als er nach Österreich zog, um bei Tirol Innsbruck in der österreichischen Bundesliga zu übernehmen. Nach seiner Ankunft Oktober 2001, führte er den österreichischen Verein zum Bundesliga-Titel und fand endlich irgendwo, wo er Erfolg genießen könnte. Der Erfolg war leider kurzlebig und die Glücksfälle Löws änderte sich noch einmal, als der Verein bankrott erklärt wurde. Tirol Innsbruck wurde anschließend ausgerottet.

Sein letzter Verein war nochmal in Österreich, als Austria Wien 1. Juli 2003 Löw verpflichtete und er blieb bis März 2004, als der Verein Tabellenspitze war. Einige Monate später nach der Euro 2004 Enttäuschung, wurde Löw Co-Trainer unter der Leitung von der deutschen Legende Jurgen Klinsmann.

Löw und Klinsmann hatten gemeinsame Philosophien mit Bezug auf den Spielstil. Beide wollten, dass die Nationalmannschaft kreativen, offensiven Fußball spielt und wegen dieses Stils, traf Deutschland bei dem FIFA-Konföderationen-Pokal 2005 die meisten Tore. Als Gastgeber bei der FIFA-Weltmeisterschaft 2006, landete die Nationalmannschaft unter Klinsmann auf dem dritten Platz und nach dem Turnier, entschied Klinsmann seinen Vertrag nicht zu verlängern und dadurch wurde Löw zum neuen Bundestrainer ernannt.

Mit Löw als Trainer, setzte er die offensive Philosophie ein aber wollte, dass die Nationalmannschaft das Tempo erhöht. Diese Taktik schuf eine starke Mannschaft im internationalen Fußball und Löw sicherte Qualifikation für die Europameisterschaft 2008 mit einem Rekord von elf Siegen, einem Niederlagen und einem Unentschieden. Einer der elf Siege war der erste Sieg gegen England im neuen Wembley Stadion.

Bei Euro 2008, erreichte die Nationalmannschaft das Finale und verlor mit 1:0 gegen eine dominante spanische Mannschaft, die die Nationalmannschaft im Halbfinale der WM-2010 mit 1:0 schlagen würde, und dadurch schickte Deutschland in die Play-Offs für den dritten Platz.   Deutschland gewann gegen Uruguay mit 3:2 dank Tore von Müller, Jansen und Khedira, um Dritter bei der WM-2010 in Südafrika zu erreichen, ein eindrucksvolles Ergebnis angesichts der Tatsache, dass Deutschland der zweitjüngste Kader im Turnier und der jüngste Nationalmannschaft seit 1934 hatte.

Im Halbfinale der Euro 2012 verlor Deutschland gegen Italien, das letzte Mal Deutschland nichts bei einem wichtigen Turnier gewinnen würde. Seitdem gewannen Löw und seine Taktiken die WM-2014 und auf dem Weg zum Finale, demütigte im Halbfinale die Nationalmannschaft der Gastgeber Brasilien mit 7:1. Euro-96 in England war bevor 2014 das letzte Mal, dass Deutschland eine Meisterschaft gewann. Um achtzehn Jahre der Enttäuschung zu beseitigen, musste Deutschland eine starke Argentinien-Mannschaft mit Stürmern wie Lionel Messi, Gonzalo Higuain und Sergio Aguero schlagen. Obwohl es viele Angriffstalente auf dem Platz gab, endete das Finale nach 90 Minuten 0:0.  Es dauerte bis zur 113. Minute für den ersten Tor, als der 22-jährige Mario Götze ein sofortiger Nationalheld mit dem einzigen Tor des Spiels wurde.

Obwohl er nie mehr als 34 Spiele bei einem Verein trainierte, hat Löw die Nationalmannschaft für 98 Spiele über einen Zeitraum von 12 Jahren geführt. In dieser Periode, erreichte Löw das Halbfinale dreimal, das Finale zweimal mit einem Triumph. Letztes Jahr gewann er noch eine internationale Auszeichnung, als Löw und Deutschland den FIFA-Konföderationen-Pokal in Russland gewannen.

Foto: Эдгар Брещанов / Wikipedia (CC BY-SA 3.0)

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